MITGLIEDERPORTRAITS


Uwe Auktun, Oldenburg-Kreyenbrück

 

Bereits als Kind begann ich mich mit der Aquaristik zu beschäftigen und mich für diese zu begeistern. Ein Schlüsselerlebnis waren sicherlich Stichlinge, die ich in den 70iger Jahren beim Spielen in Weidengräben des oldenburger Stadtteils Eversten entdeckte. Ihr spielerischer Umgang mit der Wasserströmung faszinierte mich sogleich. Zuerst war es damals aber mein 1 Jahr älterer Bruder, der sich in unserem gemeinsamen Kinderzimmer mit Etagenbett ein 60 Liter fassendes Eisenrahmen-Aquarium anschaffte. Der Filter bestand aus einem einfachen Tauchgehäuse zur Aufnahme von Filterwatte und einer der damals noch recht lauten Membranluftpumpen. Besetzt wurde das Becken mit Guppys, Platys und sogar Trauermantelsalmlern, die er im Zoogeschäft "Zoo Müller" unseres Stadtteils erwarb.

 

Geschuldet war es sicherlich auch meiner sozialen Situation, daß beinahe 30 Jahre vergehen mussten, bis glückliche Umstände etwas unerwartet dazu führten, daß mein Wunsch nach einem ersten eigenen Aquarium in Erfüllung gingen. In den vielen, ohne ein eigenenes Aquarium vergangenen Jahren entwickelte ich jedoch ganz konkrete Vorstellungen darüber, wie ich denn ein solches Becken einmal einrichten würde wollen. Es sollte ein Südamerika-Gesellschaftsbecken mit Neonsalmlern, Kirschflecksalmlern, Beilbauchfischen und Panzerwelsen werden. Dafür wurde im Jahre 2003 ein stolzes 260 Liter fassendes Aquarium aufgestellt, natürlich im Wohnzimmer, wo auch sonst!

 

Durch einen Messestand bei der "Mein Tier 2007" bin ich dann auf die Aquarien- und Terrarienfrende Oldenburg e.V. aufmerksam geworden. Beigetreten bin ich dem Verein dann im Jahre 2008. Nach gut 7 Jahren Betrieb ist dann mein 260-Liter-Becken leider nicht mehr dicht gewesen. Dieser Umstand führte in Verbindung mit diversen Interessenverlagerungen, zu einer aquaristischen Pause von 5 Jahren. In dieser Zeit erwarb ich beispielsweise den Fischerreischein.

 

Seit Februar 2016 bin ich abermals Besitzer eines neu eingerichteten Aquariums. Dieses Mal ist es mit einem Fassungsvermögen von 130 Litern nur noch halb so groß, aber mit seiner neuen LED-Beleuchtung vielleicht sogar doppelt so schön. Meiner Vorliebe für Südamerika bin ich jedoch treu geblieben.

 

Die Beweggründe für meinen Vereinsbeitritt sind ganz Einfache: Ich bin weder Züchter noch wissenschaftlich Interessierter. Lediglich die Freude an diesem schönen Hobby will ich mit Gleichgesinnten teilen können.

Uwe Birkenfeld, Oldenburg-Osternburg

 

Ich bin am 12. August 1984 in Oldenburg geboren. Mit der Aquaristik beschäftige ich mich seit meinem 10. Lebensjahr, mal mehr und mal weniger intensiv. Wie es bei vielen Aquarianern der Fall ist, bin auch ich durch meine Familie aquaristisch vorbelastet. So war es nämlich mein Großvater, bei dem ich mir schon mit vier Jahren ein 1000-Liter Aquarium mit bunten Fischen, Wurzeln und Pflanzen aussehen konnte. Das hat mich so sehr fasziniert, dass mein Wunsch auf ein eigenes Aquarium stetig wuchs und schließlich auch in Erfüllung ging.


Das erste eigene Aquarium konnte 100 Liter fassen und ich habe es anhand einiger Bücher und Bilder komplett selbstständig eingerichtet. Dabei habe ich besonderen Wert auf eine naturnahe Einrichtung gelegt, so wie ich es aus dem Becken meines Großvaters kannte. Kunststoff-Deko, Sprudelsteinen oder buntem Kies konnte ich noch nie etwas abgewinnen. Meine ersten Fische waren Barben, Rote Neon, Goldringelgrundeln und Kardinalfische. Später ging es weiter mit dem Flösselhecht, dem Flösselaal und mit Schlangenkopffischen. Schon bald kamen verschiedene Zuchtformen von Kampffischen hinzu.

Ein paar Jahre später gingen meine Überlegungen jedoch in eine andere Richtung. Ich wollte mich Arten widmen, die vom Aussterben bedroht sind. Auf der Suche nach solchen Arten fand ich diverse Artikel über Killifische, deren heimatliche Gewässer großen Bauprojekten zum Opfer fielen. Einer dieser heimatlosen Killifische, der mich optisch sofort ansprach, ist der südamerikanische Bodenlaicher Nematolebias papilliferus mit der Fundortbezeichnung 'Inoa'. Die Beschaffung dieses einen Killifisches war das Tröpfchen, an welchem ich mich mit dem sogenannten Killifisch-Virus infiziert habe. Angefangen mit zwei kleinen Becken, habe ich mittlerweile "ein paar" mehr. Inzwischen pflege ich über 20 Arten mit viel Hingabe und Leidenschaft. Wertvolle Tipps und Ratschläge habe ich dankenswerter Weise von unseren Vereinsmitgliedern bekommen. Für die Zukunft wünsche ich mir auch weiterhin ein so gutes und erfolgreiches Miteinander.

Volker Bohnet, Oldenburg-Eversten

 

Meine ersten aquaristischen Erfahrungen sammelte ich bereits Ende der 70iger Jahre im Schwabenland. Das Studium der Biologie führte mich schließlich aus meiner ursprünglichen Heimat in nördliche Gefilde.

 

Von Beginn an lag mein Hauptinteresse bei den Cichliden, vor allem bei den Zwergcichliden aus der Gattung Apistogramma. Neben den Cichliden fanden aber auch Harnischwelse und Labyrinthfische Platz in meiner Zuchtanlage. Eine Fischfangreise nach Brasilien an den Rio Negro, und den Rio Tefe, sowie eine weitere vom Klimahaus organisierte Reise nach Kamerun sind Highlights meiner aquaristischen Laufbahn. Zurzeit bin ich Obmann der Deutschen Cichliden-Gesellschaft e.V. (DCG) Regionalgruppe Weser-Ems und Leiter des Arbeitskreises Zwergcichliden Gruppe Nord. Bei dem oldenburger Fachgeschäft "AQUADESIGN" erledige ich nebenberuflich den Einkauf für die Abteilung der Süßwasserfische.

Florian Häselbarth, Saterland

 

Bereits als Kind hat mich die urgeschichtliche Tierwelt fasziniert. Obwohl ich nie ein Fan von "Crocodile Dundee" war, haben mich Krokodile schon immer sehr in ihren Bann gezogen. Diese Faszination führte in Verbindung mit meinem ausgeprägten biologischen Interesse dazu, daß ich meine ersten Krokodile im Alter von 18 Jahren bekam. Dazu wurde mir eine Ausnahmegenehmigung nach der Gefahrtierverordnung des Landes Niedersachsen erteilt. Anfänglich hatten meine Eltern durchaus Bedenken, da ich begann, den Keller meines Elternhauses Stück für Stück unter Wasser zu setzen. Erst, als die Tiere in eigene Räumlichkeiten umziehen konnten, waren die Bedenken meiner Eltern größtenteils ausgeräumt.

 

Heute bin ich Lehrer am Schulzentrum Saterland für Biologie und Englisch. Neben den Krokodilen pflege ich einige Schlangen sowie verschiedene Raubfische. Den größten Teil meiner Arbeit widme ich jedoch den Krokodilen. So bin ich Mitglied in verschiedenen Fachverbänden, Vereinigungen und Vereinen. Eine freundschaftlich enge Zusammenarbeit mit dem Direktor des dänischen "Krokodille-Zoo" ermöglicht mir die Haltung von seltenen Krokodilarten, die in Privathand sonst nicht gepflegt werden.


Ein Projekt, das mir sehr am Herzen liegt, ist das von mir im Jahre 2007 noch als Student gegründete Schulvivarium 
am Schulzentrum Saterland, bei dem Schüler im Rahmen einer von mir geleiteten Arbeitsgemeinschaft die Betreuung und Pflege verschiedener Tierarten übernehmen. Außerdem bin ich Vorstandsmitglied in der BSH e.V. (Biologische Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems).
Seit dem Jahre 2016 bin ich 1. Vorsitzender der Aquarien- und Terrarienfreunde Oldenburg.

Robin Körner, Wiefelstede-Metjendorf
Seit dem Jahre 2011 beschäftige ich mich mit der Aquaristik. Geweckt wurde mein Interesse allerdings schon sehr viel früher. Bereits im Alter von 5 Jahren faszinierte mich das Goldfischbecken meines Vaters. Es fasste 54 Liter und beherbergte zwei Goldfische. Nach wenigen Jahren mussten wir die Tiere aber aufgrund ihrer erreichten Größe abgeben.
Mit 6 Jahren zogen mein Vater und ich dann viele Hundert Kaulquappen in unserer Badewanne auf. Da Badewannen bekanntlich nach oben hin offen sind, möchte ich solche Unterfangen allerdings niemandem weiterempfehlen, es sei denn man möchte täglich unzählige kleine Fröschlein in der ganzen Wohnung wieder einsammeln.
Ein eigenes Aquarium bekam ich mit 12 Jahren. Bereits nach einem Jahr konnte ich den Kardinalfisch Tanichthys albonubes nachziehen. Nur wenige Monate später gelang mir die Vermehrung von Marmorierten Panzerwelsen, Platys, Antennenwelsen sowie Schwertträgern.
In meinem 14 Lebensjahr bekam ich einen Stiefvater. Durch den Wohnsitz meiner ,,neuen" Großmutter kam ich dann beinahe wöchentlich in das Benthullner Moor. Ich verliebte mich schnell in dieses Ökosystem und so streife ich an freien Tagen oftmals stundenlang durch die teils wiedervernässte Moorlandschaft. Dort war es das bernsteinfarbene Torfwasser, welches mich schnell an das Schwarzwasser und dessen aquaristisch bekannte Bewohner erinnerte. Ich schaffte mir ein Trio goldener "Kap Lopez", dem überaus bekannten Aphyosemion australe an. Zu meiner großen Freude laichten sie schon nach wenigen Tagen ab. Von diesem Klassiker kam ich schnell zum nächsten Klassiker, dem Schwarzen Fächerfisch. Nun hatte ich mich mit dem "Fächerfischvirus" infiziert. Über den Erwerb des Kleinen Fächerfisches Simpsopnichthys zonatus  lernte ich Vereinsfreund Ralf Riemer kennen. Schnell trat ich der Deutschen Killifisch Gemeinschaft DKG bei und erwarb schließlich auch seltenere Arten der südamerikanischen Fächerfische.
Aber auch auf terraristischem Gebiet möchte ich mich gerne entwickeln. Einem männlichen Kronengecko, welchen ich mehr oder weniger von meinem jüngeren Bruder übernommenen habe, beschaffte ich ein größeres Terrarium und eine Partnerin. Nun hoffe ich auf baldige Nachzucht.
Da weitere Becken in den von meinen Eltern stattzugebenden Anträgen nicht genehmigt würden, wächst derzeit stetig mein Interesse an für die Freilandhaltung geeigneten Arten. Mein großer Traum ist jedoch ein eigener Hobby-Keller.

Klaus Lillpopp, Oldenburg-Kreyenbrück

 

Im Jahre 1948 bekam ich mit 15 Jahren mein erstes 40-Liter-Aquarium, ein Vollglasbecken mit verschiedenen Lebendgebärenden Zahnkarpfen. Erst 1965 kaufte ich mir ein größeres Rahmen-Becken von vielleicht 80 Liter Fassungsvermögen. Die Auswahl der technischen Geräte machte mir Schwierigkeiten. Unterstützung bekam ich von den Mitgliedern der Aquarien- und Terrarienfreunde Oldenburg e.V. Seither bin ich Mitglied dieses Vereins.  In den Folgejahren machte ich erste Erfahrungen mit anspruchsvolleren Arten, wie dem Blaubarsch "Badis badis" und verschiedenen Aphyosemion-Arten. Im Jahre 1970 trat ich sogar der Deutschen Killifisch Gemeinschaft bei und im Jahre 2000 bin ich dann noch dem Arbeitskreis Wasserpflanzen des VDA's beigetreten.

 

Gerne bin ich aber auch schriftstellerisch tätig. In meinem Buch "Mein Leben als Aquarianer" beschrieb ich viele, teils aquaristische Erfahrungen, die mein Leben geprägt haben. Mein Buch mit dem Titel "Meine besten Gedichte aus 60 Jahren" wurde sowohl auf der Frankfurter als auch auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt. Ein Interessenschwerpunkt war sicherlich die Sumpfkultur von Cryptocorynen, bei denen es bei mir einige Arten sogar bis zur Blüte schafften. Von prägender Erinnerung ist jedoch im Jahre 1976 eine  Nepalreise gewesen, bei der ich kleine Rhododendronsämlinge aus fast 5000 Metern Höhe sammelte. In meinem Garten sind aus den Sämlingen große Pflanzen geworden.

 

Im Jahre 2001 nahm ich an einem Fotowettbewerb des Zoofachhandels "Zoo Zajac" teil, bei dem ich mit einem Foto meiner Kakadu-Zwergbuntbarsche den 1. Platz belegen konnte. Der erfolgreichen Nachzucht meiner Kakadu-Zwergbuntbarsche in einer Kokosnussschale habe ich zum Gedenken das Gedicht "Die Fischhochzeit"  geschrieben. Veröffentlicht wurde es sogar in unserer Verbandszeitschrift  VDA-Aktuell. Der Fischhochzeit schloss sich schließlich die Anekdote "Eine dramatische Tümpeltour"  an.

 

Meine Begeisterung für die Aquaristik ist trotz meines inzwischen hohen Alters ungebrochen. Noch im Jahre 2016 bekam ich von einem Vereinsfreund einige Tiere des chinesischen Rundschwanzmakropoden, die ich fortan in meinem kleinen Gartenteich beobachten kann.

Jan Gunnar Olsen, Wardenburg

 

Seit dem Jahre 1992 bin ich Geschäftsführer des Fachgeschäftes "AQUADESIGN"  für Aquaristik. Aber Schon im Jahre 1983 begann ich mich mit der Meerwasseraquaristik zu beschäftigen. Der japanischen Koi-Liebhaberrei verfiel ich erst im Jahre 1996.

 

Ich konnte mehrere Reisen zu tropischen Korallenriffen, Fangstationen und zur KOI-Selektion in Japan unternehmen. Ein Spezialgebiet von mir ist das Gestalten von Aquarienlandschaften, das sogenannte "Aquascaping".

Werner Rakelmann, Oldenburg-Bloherfelde

 

Bereits als Kind habe ich in den Oldenburger Bäken Stichlinge gefangen und sie einige Tage in größeren Marmeladen- und Einmachgläsern beobachtet.

 

Im Jahre 1946 habe ich im Alter von 11 Jahren zu Weihnachten mein erstes Aquarium bekommen. Es stammte von meinem Vetter aus Bremen, wo es in seinem Keller den Bombenhagel des zweiten Weltkrieges unbeschadet überstanden hatte. Das Becken war allerdings schon etwas undicht, so dass wir es in einem benachbarten Malerbetrieb notdürftig nachkitten ließen.

 

Der Erstbesatz bestand aus einem Pärchen Bitterlingen, die ich aus einer Bremer Zoohandlung bekam. Bedauerlicherweise sprang mir eines der beiden Tiere nach etwa einem halben Jahr unbemerkt aus dem Becken. Erfolgreicher lief es mit Guppys, die ich aus der Oldenburger Zoohandlung Heinroth bekam. Die Guppys vermehrten sich so gut, dass ich diese schließlich auf größere Haushaltsgläser verteilen musste.

 

Im Jahre 1948 habe ich zu Weihnachten mein erstes Aquarienbuch "Aquarienkunde von Kramer/Weise" bekommen. Es kostete damals 15,00 DM, das war kurz nach der Währungsreform ein stolzer Preis. Drei Jahre später bekam ich im Alter von 16 Jahren dann ein 120-Liter-Becken, welches ich mit Grünen Schwertträgern, Platys und Zebrabärblingen besetzte. Aufgrund des stählernen Beckenbodens gedeihten und blühten in diesem Becken sogar Cryptocorynen. Später hielt ich in diesem Becken verschiedene Salmler und Nannacaras. Bis in die 60er Jahre hinein habe ich meine Fische, wie selbstverständlich, ausschließlich mit Lebendfutter gefüttert. Denn Lebendfutter war einfach, schnell und kostenlos in jedem Tümpel verfügbar. Bei einer derartigen Fütterung gelang mir natürlich auch die ein oder andere Zufallszucht.

 

Für unseren Aquarienverein blicke ich auf eine 36-jährige Vorstandstätigkeit zurück, in der ich 9 Jahre lang den Sitz des ersten Vorsitzenden übernahm. Heute gilt mein besonderes Interesse der literarischen Aufarbeitung aquaristischer Zeitgeschichte.

Wolfgang Reiher, Oldenburg-Ofenerdiek

 

Wie so viele andere Aquarianer habe auch ich mein erstes Aquarium als Jugendlicher bekommen, ein Gesellschaftsbecken. Es war eines derer mit schwerem Metallrahmen, in welchen die Scheiben noch eingekittet wurden. Schnell musste das Becken jedoch weichen, weil so irdische Dinge wie Ausbildung Beruf, Familie und Hausbau Priorität bekamen. Aber frei nach dem Motto „Alte Liebe rostet nicht“ gab es Anfang der 90er Jahre ein aquaristisches Comeback. Abermals mit einem Gesellschaftsbecken.

 

Erst im Jahre 1994 bin ich dem Verein der Aquarien- und Terrarienfreunde Oldenburg beigetreten. Eine gute Entscheidung, denn der Austausch über die zahlreichen Themengebiete in Aquaristik und Terraristik erweckten meine Lust auf mehr. So bereicherten in den letzten 20 Jahren Tanganika-Buntbarsche, Wasserschildkröten, Strumpfband-nattern, Leopardgeckos, Madagaskargeckos, Schaben, Käfer, Stabheuschrecken und auch eine Gürtelechse das Leben meiner Familie und Freunde.

 

Seit dem Jahre 2011 beschäftige ich mich nun intensiv mit der Meerwasseraquaristik, aber ein Gesellschaftsbecken mit Süßwasserfischen ist für mich und meine Frau zum Pflichtprogramm geworden. Seit dem Jahr 1996 leiste ich in verschiedenen Ämtern unseres Vereins und Verbandsbezirks diverse Vorstandsarbeiten. Die Motivation für die Vereinsarbeit ist für mich der Erfahrungsaustausch. Für mich gab es von den sogenannten „alten Hasen“ unseres Vereins durchaus einiges zu lernen . Ich bin der Meinung, dass Vereinsarbeit auch in der Zeit des Internets durchaus noch ihren festen Platz in unserer Gesellschaft hat. Schließlich kann man die Freude am gemeinsamen Hobby so richtig erst bei einem geselligen Zusammentreffen teilen.

Ralf Riemer, Rastede-Neusüdende

 

Ich bin dem Verein im Jahre 1989 im Alter von 15 Jahren beigetreten. Mit der Aquaristik habe ich schon mit 8 Jahren begonnen. Sowohl mein Vater als auch mein Großvater hatten jeweils bereits seit vielen Jahren ein Aquarium. Meine ersten Fische waren Guppys, Korallenplatys und Purpur-prachtbarsche. In den Folgejahren vermehrte ich verschiedene Lebendgebärende, Bitterlingsbarben, Kaisertetras, verschie-dene westafrikanische Cichliden und Makropoden. Der stete Wunsch nach einem Terrarium wurde mir von meinen Eltern nicht erfüllt.

 

Während meines Maschinenbau-Studiums widmete ich mich privat recht erfolgreich diversen Freilandversuchen mit Makropoden. In meinen Aquarien beschäftigte ich mich mit der Wildform von Betta splendens und erstmals mit annuellen Killifischen.

 

Während meiner ersten Berufsjahre widmete ich mich ganz verstärkt den Makropoden. Auch erste Erfahrungen mit Terrarien konnte ich sammeln. Wenig Zeit durch Kinder und Hausbau und zunehmend Probleme mit Blaualgen gipfelten schließlich in einer 3-jährigen aquaristischen und auch terraristischen Auszeit.

 

Ein Granittrog auf der Terrasse beendete als Initialfunke meine Auszeit im Jahre 2014. Angefacht von meinen Zwillingssöhnen, die inzwischen deutliches aquaristisches Interesse bekundeten, wurden die Aquarien und Terrarien wieder nach und nach vom Dachboden geholt. Mein besonderes Interesse gilt nach wie vor den Makropoden und annuellen Killifischen.

Erwin Schröder, Oldenburg-Ofenerdiek

 

Für mich begann die Aquaristik als 10-jähriger Volksschüler mit sogenannten "Goldguppys" einem sogenannten Batterie-glas, einem in Laboren genutzten eckigen Vollglasbehälter. Schon bald hat mir mein Vater, der von Beruf Schlosser war, aus Winkeleisen, Kitt und 4mm-Glasscheiben ein 100-Liter-Becken zusammengebaut. Für die Beckengröße waren die Scheiben aber zu dünn, so dass diese vom Wasserdruck nach außen ausbeulten. Dieses Becken besetzte ich mit einem Pärchen Makropoden, damals eine echte Rarität! Die Makropoden pflegte ich noch viele Jahre lang.

 

Im Jahr 1958 habe ich dann geheiratet und der Sohn unseres Vermieters baute mir ein hohes Becken für Skalare, welche ich mit verschiedenen Salmlern vergesellschaftete. Einige Neonsalmler, die ich von meiner Frau geschenkt bekam, wurden von den Skalaren allerdings recht schnell verspeist. Das Becken mit den ausbeulenden Scheiben habe ich aus Sicherheitsgründen nicht wieder aufgestellt.

 

Im Jahre 1963 stellte ich mir dann aber doch noch ein weiteres Becken auf, ein 200-Liter-Becken, welches ich mit Salmlern und Fadenfischen besetzte. Im ersten Becken pflegte ich hingegen Hechtlinge und verschiedene Buntbarsche. Einige Arten habe ich in meinen Gesellschaftsbecken sogar regelmäßig vermehren können.

 

Als Bankangestellter war es für mich nahezu unvermeidbar, dass ich mich für unseren Verein 42 Jahre lang dazu bereit erklärt habe, das Amt des Kassenwartes und abschließend noch wenige Jahre lang das Amt des Kassenprüfers zu übernehmen.

Walter Stockem, Westerstede-Mansie

 

Mein Großvater hatte schon als Jugendlicher, wohnhaft in der Achternstraße der Oldenburger Innenstadt, in seiner Wohnung Ringelnattern gehalten und sogar vermehrt. In seinem späteren Haus im Steinweg hielt er dann Molche und Feuersalamander. Diese fingen wir auf unseren gemeinsamen Tümpeltouren. So war es die Naturbegeisterung meines Oldenburger Großvaters, die mich schon im zarten Alter von 12 Jahren zum Aquarianer werden ließ.

 

Mein erstes Aquarium war ein Eisengestellaquarium, das ich auf einem Schrottplatz gefunden hatte. Die Scheiben wurden herausgelöst, der Rahmen wurde entrostet, mit der heute wegen seiner Giftigkeit verbotenen Menninge vorgestrichen und mit grauer Farbe nachgestrichen. Dann wurden die Scheiben wieder eingekittet. Das Aquarium war 80 cm lang, 30 cm tief, 50 cm hoch und fand seinen Platz in der Stube. Besetzt wurde es mit Lebendgebärenden wie Guppys, Black Mollys und Platys.

 

Als eines Tages meine Großeltern aus Köln-Riehl zu Besuch waren, meinte mein Großvater, daß die Farbe "grau" nicht schön sei und daß das Becken in "schwarz" besser wirken würde. So strichen mein Großvater und ich den Beckenrahmen mit schwarzer Farbe über. Dabei bekam die helle Tapete leider einen Farbklecks ab, den mein Großvater mit größter handwerklicher Akribität sogleich versuchte ungeschehen zu machen. Nach getaner Arbeit sagte er, daß das kleine Ungeschick mein Vater niemals wird erkennen können. Aber es war natürlich das erste, was mein Vater bemerkte, als er abends von seinem "Dienst" nach Hause kam.

 

Im Jahre 1964 trat mein Großvater in den erst 2 Jahre alten Verein ein und blieb diesem bis zu seinem Tode im Jahre 1978 treu. Am 1. Mai 1976 wurde er noch mit der Silbernen Ehrennadel des VDA's ausgezeichnet. Als 12-jähriger trat ich dem Verein zusammen mit einem Schulfreund im Jahre 1968 bei. Studienabschluß, Berufseinstieg und Familiengründung bedingten eine kurze Unterbrechung meiner Mitgliedschaft. Mit der Neuwahl des Vereinsvorstandes im Jahre 2016 tauschte ich nach 20 Jahren den Posten des Schriftführers gegen den Posten des Kassenwartes ein. Dieses Amt wurde von mir bereits seit dem Jahre 2010 kommissarisch verwaltet.

 

Anmerkung:

Heute ist das Fangen einheimischer Lurche gesetzlich strengstens verboten. Da die damaligen Tümpel jedoch inzwischen fast alle zugeschüttet wurden, geht dieses Verbot so ziemlich ins Leere. Nicht einmal Wasserflöhe darf man noch fangen, aber ihre Kleinbiotope werden auch heute noch auf zweifelhaft legalen Wegen beseitigt, wenn sie denn im Wege sind. Und irgendwann sind sie das eigentlich immer.